Fortbildung

Durchführung von Fortbildungskursen in den Griffiths-Entwicklungsskalen (GES) für Kinderärzte, Physiotherapeuten und andere mit kindlicher Entwicklung befasste Berufsgruppen:

Inhalt

Differenzierte Entwicklungsdiagnostik in den ersten beiden Lebensjahren mit den Griffiths Entwicklungsskalen (GES) - Früherkennung von Entwicklungsabweichungen und Begleitung während der Förderung.

Untersuchungsinhalte und -ablauf

Mit den Griffiths-Entwicklungsskalen (GES) lässt sich der Entwicklungsstand insgesamt und nach fünf Funktionsbereichen differenziert feststellen, A: Motorik, B: Persönlich-Sozial, C: Hören und Sprechen, D: Auge und Hand sowie E: Leistungen (insgesamt 208 Aufgaben). Es kann ein Gesamt-Entwicklungsquotient (EQ) sowie ein Entwicklungsquotient für jede der fünf Unterskalen berechnet werden; daraus ergibt sich das Entwicklungsprofil. Dieses zeigt, ob die Entwicklung harmonisch oder disharmonisch verläuft. Das Entwicklungsprofil kann bei Entwicklungsabweichungen zur Differentialdiagnose eingesetzt werden, weil es gut erkennen lässt, welcher Funktionsbereich von der Störung am stärksten betroffen ist.

Bei Vorliegen von Teilausfällen, Retardierung oder geistiger Behinderung liefern die GES konkrete Hinweise zur Beratung der Eltern sowie für Planung und Durchführung gezielter Frühfördermaßnahmen. Durch wiederholte Untersuchungen ist eine Beurteilung des weiteren Entwicklungsverlaufs und gleichzeitig eine Überwachung des Therapieerfolgs möglich. Schon etwa ab dem Alter von 6 Monaten ermöglichen die GES nicht nur die Früherkennung von Entwicklungsabweichungen , sondern auch die Früherkennung einer normalen Entwicklung, was bei Kindern, die mit vielen Risikofaktoren belastetet sind, besonders wichtig ist.

Terminvereinbarungen: Anfragen an ingeborg.brandt@ukb.uni-bonn.de